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Unser Behandlungskonzept basiert auf dem gesetzlichen Auftrag der Rehabilitation (§ 9 SGB VI).

Wir möchten den Auswirkungen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit auf die Erwerbsfähigkeit der Versicherten entgegenwirken oder sie überwinden. Dadurch sollen Beeinträchtigungen der Erwerbsfähigkeit oder vorzeitiges Ausscheiden der Versicherten aus dem Erwerbsleben verhindert werden oder sie sollen möglichst dauerhaft wieder im Erwerbsleben stehen können.

Das Konzept basiert auf dem Krankheitsfolgemodell der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Es zielt auf eine Verminderung oder Verhinderung einer weiteren Verschlechterung der bisherigen Gesundheitsschäden (Impairments), Fähigkeitsstörungen (Disabilities) und sozialen Beeinträchtigungen (Handicaps). Außerdem berücksichtigt es die Empfehlungen der Reha-Kommission des Verbands Deutscher Rentenversicherungsträger.

Das Behandlungs- und Reha-Konzept ist ganzheitlich und interdisziplinär ausgerichtet. Es berücksichtigt die Diagnostik der Voruntersucher und wird hier insbesondere im Hinblick auf Krankheitsaktivität und funktionelle Störungen aktualisiert.

Patienten mit chronischen Krankheiten und/oder chronischen Schmerzkrankheiten am Bewegungssystem leiden wegen der Dauer und des oft wechselnden Verlaufs der Krankheit nicht nur an körperlichen Schäden und Funktionseinbußen. Ebenso häufig sind erhebliche psychische und psychosoziale Einschränkungen die Folge. Dem setzt die Klinik ein umfassendes Reha-Konzept entgegen.

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Die Rehabilitation chronisch Kranker will vor allem eine Besserung beziehungsweise Beseitigung erreichen

  • der Bedingungen der Chronizität,
  • der Krankheitsaktivität,
  • der krankheitsbedingten Schäden am Bewegungssystem, am Nervensystem und an den inneren Organen,
  • der funktionellen Einschränkungen am Bewegungssystem und insgesamt in bezug auf die Alltagsaktivitäten und
  • der Begleiterkrankungen der auf Grund psychosozialer Auswirkungen.

Anders die postoperative oder posttraumatische Rehabilitation in Form von Anschlußheilbehandlungen. Sie orientiert sich vorrangig

  • an den postoperativen oder posttraumatischen Schäden und Funktionsdefiziten am Bewegungssystem und
  • an den eventuell bleibenden Auswirkungen auf Alltagsaktivitäten und Beruftätigkeit.

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Der Behandlungs- und Rehabilitationsprozeß lässt sich in mehrere Teilprozesse gliedern. Dazu gehören

  • die allgemeine, krankheitsspezifische und insbesondere rehabilitationsspezifische Diagnostik,
  • die Definition individueller Rehabilitationsziele,
  • die Erstellung eines individuellen Therapie- und Rehabilitationsplans,
  • die Durchführung dieses Planes,
  • die Überwachung und Anpassung des Behandlungsplans,
  • krankheits- und problembezogene Schulungen,
  • Beratung,
  • sozialmedizinische Beurteilung,
  • das Erarbeiten eines Nachsorgekonzeptes und
  • den Entlassungsbericht für den behandelnden Arzt und den Rehabilitationsträger.

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Eine umfassende Rehabilitation setzt ein kompetentes und gut funktionierendes Rehabilitationsteam voraus.

Im medizinischen Team der Rheumaklinik Aachen arbeiten Ärzte für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Rheumatologie, Ärzte für  Physikalische Medizin und Rehabilitation, Orthopädie, Arbeitsmedizin, Radiologie und Nuklearmedizin. Auch in den Bereichen Physikalische Therapie und Psychotherapie arbeiten Experten. Zum Team gehören außerdem Physiotherapeuten, Gymnastiklehrer und Ergotherapeuten sowie zwei Psychologen, ein Sozialpädagoge, ein Ernährungsberater und ein Reha-Fachberater.

Mindestens einmal wöchentlich stehen Team-Besprechungen an: Patientenvisiten und gemeinsamen Besprechungen von Ärzten, Psychologen und Therapeuten. Grundlage sind die individuellen Probleme der Patienten.
 

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