Als neue Form der Rehabilitaion bietet die Rheumaklinik Aachen seit März 1997 eine ambulant teilstationäre Rehabilitation an unter anderem für Patienten mit

  • chronischen Rückenschmerzen,
  • Morbus Bechterew und
  • Arthrose.

Teilstationär bedeutet: Die Patienten halten sich nur tagsüber, nämlich von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr, in der Klinik auf und das von Montag bis Freitag. Die übrige Zeit des Tages und das gesamte Wochenende können sie zu Hause verbringen. Die Dauer dieser Rehabilitation beträgt grundsätzlich drei Wochen. In dieser Zeit nehmen die Rehabilitanden an einem Gruppenprogramm teil. Sie erhalten dasselbe Leistungsspektrum, wie auch stationär betreute Patienten. Jede Patientengruppe wird kontinuierlich ärztlich und pflegerisch betreut. Die Patienten erfahren, welche Ursachen ihre Erkrankung hat und welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen, lernen den sinnvollen Umgang mit der Erkrankung im Alltag, kräftigen mit regelmäßiger Gymnastik die Muskulatur und erhöhen ihre Beweglichkeit.

Patienten mit chronischen Rückenschmerzen lernen während der teilstationären Rehabilitation ein rückenschonendes Verhalten und kräftigen mit regelmäßiger Gymnastik, medizinischer Trainingstherapie und Bewegungsbädern die rückenstabilisierende Muskulatur. Sie werden ausführlich über Rückenerkrankungen, deren Behandlungsmöglichkeiten und den sinnvollen Umgang mit chronischen Rückenschmerzen informiert.

Die Patienten mit Morbus Bechterew trainieren ihre Wirbelsäulenbeweglichkeit und die aufrechte Haltung. Sie lernen wichtige Verhaltensregeln für den Alltag, um einer Einsteifung und vermehrten Krümmung ihrer Wirbelsäule entgegenzuwirken.

Bei Gelenkschmerzen infolge einer Arthrose (Gelenkverschleiß) lernen die Patienten gelenkschonendes Verhalten. Gleichzeitig erfolgt eine Kräftigung der gelenkstabilisierenden Muskulatur. Beide Maßnahmen dienen der Entlastung betroffener Gelenke, so dass ein Fortschreiten der Arthrose möglichst aufgehalten wird.

Für die Zeit nach der Rehabilitation geben die Therapeuten Anleitungen zu krankengymnastischen Eigenübungen, die der Verbesserung der Krankheitssituation dienen.

Zum teilstationären Patientenbereich gehören freundlich eingerichtete Aufenthalts-,  Ruhe-,und Umkleideräume. Die Rehabilitanden nehmen am Mittagessen teil. Sie erhalten Zwischenmahlzeiten und Getränke.

Patienten können eine teilstationäre Rehabilitation erhalten, wenn die Entfernung der Wohnung zur Klinik höchstens 50 Kilometer beträgt, so dass ein Erreichen der Klinik auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln in etwa 45 Minuten möglich ist. Selbstverständlich muss zudem die Erkrankung für eine teilstationäre Rehabilitation geeignet sein. Diese Voraussetzung prüfen besonders geschulte Ärzte in den Service-Zentren der LVA Rheinprovinz.

Die teilstationäre Rehabilitation kann außer über den Rentenversicherungsträger auch über alle gesetzlichen Krankenkassen beantragt werden.