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Röntgentiefentherapie Zu dem differenzierten Therapieangebot der Rheumaklinik Aachen gehört auch eine Röntgentiefentherapie.
Indiziert ist die Tiefenbestrahlung bei weichteilrheumatischen
Beschwerden wie einer Periarthropathia humeroscapularis, Tendoostitiden, Insertionstendopathie beispielsweise sowie bei arthrotischen Gelenkveränderungen. In etwa 70% der mit üblicher medikamentöser und balneophysikalischer
Therapie behandelten therapieresistenten Fälle erbringt die Röntgentiefenbestrahlung eine mehrere Monate lang anhaltende deutliche Beschwerdebesserung.
Einbestrahlt werden je nach Krankheitsbild bis zu 5-6 Gray,
fraktioniert in mehreren kleinen Einzeldosen. Die Bestrahlungen werden von den Patienten sehr gut vertragen; ein sogenannter "Strahlenkater" tritt bei den geringen Einzeldosen nicht auf. Auch Hautveränderungen sind
nicht zu beklagen. Eine Erhöhung der Krebsrisiken konnte nicht nachgewiesen werden. Eine mögliche Kanzerogenität der Bestrahlung ist so geringfügig, daß ihre mögliche Größenordnung statistisch nicht erfaßbar ist. Trotz der
geringen Nebenwirkungsrate sollte die Tiefentherapie erst bei Therapieversagen der konventionellen balneophysikalischen Therapie und krankengymnastischer Übungen eingesetzt werden.
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