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Patienten mit U1-RNP- und Sm-Antikörpern: klinische,
immungenetische serologische Untersuchungen.
Antikörper gegen U1-RNP sind die Marker-Antikörper der Mischkollagenose MCTD (Sharp-Syndrom).
Sie finden sich auch bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes. Aus vorhergehenden Arbeiten ist bekannt, daß sich Patienten mit hohenund niedrigen Konzentrationen dieser Antikörper hinsichtlich der klinischen
Ausprägungen ihrer Erkrankung unterscheiden. Die Auswertung der in der lokalen Patientendokumentation erfassten und HLA-typisierten Patienten mit U1-RNP-Antikörpern ergab, daß die beiden durch die quantitativen
Antikörper-Bestimmungen unterscheidbaren Patientengruppen sich auch immungenetisch unterscheiden: Patienten mit niedrigen Antikörper-Titern tragen überwiegend das Merkmal HLA-DR2, solche mit hohen Titern (wie schon aus einer
älteren Studie unseres Hau-ses bekannt) das Merkmal HLA-DR4. Patienten mit U1-RNP-Antikörpern gehören somit zwei in sich relativ homogenen, aber klinisch, immunologisch und genetisch unterschiedbaren Krankheitsentitäten an. Die
Untersuchungen wurden ergänzt durch quantitative Messungen zur Feinspezifität. In Zusammenarbeit mit der Fa. Pharmacia-Upjohn erhielten wir quantitative Messergebnisse für mehrere Teilkomponenten der Autoantikörper-Reaktion
(anti-RNP-A, -RNP-C, -68kD, -Sm-BB', -Sm-D) von 103 Patienten. Die hierzu notwendigen Enzymimmunoassays mit rekombinanten Antigenen wurden z.T. durch die Fa. Pharmacia-Upjohn in Freiburg, z.T. in unserem Haus durchgeführt.
Vorläufige Ergebnisse der Analysen sind u.a., dass die beiden oben erwähnten Patienten-Subgruppen sich nicht signifikant hinsichtlich ihrer Gm-Phänotypen unterscheiden, dass die quantitativen Messergebnisse für anti-68kD
ähnliche Zusammenhänge mit den HLA-Assoziationen ergeben wie die im Vorjahr durchgeführte Analyse mit Hilfe der klassischen U1-RNP-Antikörper-Messung, und dass zwischen der klassischen und der neuen Messmethode für
Sm-Antikörper, nämlich der Immundiffusion mit Ribonuclease-verdautem Thymusextrakt und dem Enzymimmunoassay mit rekombinantem RNP-D-Protein, trotz der unterschiedlichen Nachweisprinzipien und trotz unterschiedlicher Definition
der Natur des Antigens eine nahezu perfekte Ergebnis-Übereinstimmung besteht.
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