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Klinische Korrelate des Berentungswunsches bei Fibromyalgie In einer Studie wurde geprüft, inwiefern sich der Berentungswunsch eines Patienten mit generalisierten somatoformen Schmerzen in seinen
Schmerzäußerungen und seinem Schmerzverhalten in einer Untersuchungssituation widerspiegelt. Dazu wurden 22 Fibromyalgiepatientinnen mit Rentenwunsch mit 23 ohne Rentenwunsch verglichen. Untersuchungsinstrument war eine
standardisierte Abfolge von Meßsituationen, in denen verschiedene Merkmale des klinischen Schmerzes (Intensität, Ausdehnung,, Homogenität, Erträglichkeit) und des mittels Dolorimeter provozierten Druckschmerzes
(Schmerzschwelle, Abhängigkeit der Schwelle von Kontexteinflüssen) gemessen wurden. Es zeigte sich, daß Patienten mit Rentenwunsch dazu neigen, bei Druckschmerzschwellenmessungen Randbedingungen der Messung stärker
mitzuberücksichtigen und diese in ihr Schmerzurteil einfließen zu lassen. Insbesondere der subjektive klinische Schmerz am Ort der Schmerzprovokation war ausschlaggebend für die Höhe der Schmerzschwelle. Schlußfolgerung:
Motivationale Einflüsse, wie sie im vorzeitigen Rentenwunsch zum Ausdruck kommen, wirken sich bei Fibromyalgiepatienten nicht auf die Ausprägung der Schmerz- und Beschwerdeäußerungen, wohl aber auf die Art ihres Zustandekommens
aus. Eine differenzierte psychologische Schmerzdiagnostik sollte daher bei generalisierten somatoformen Schmerzen die sozialmedizinische Beurteilung ergänzen. |
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