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Autoantikörperdiagnostik: 
Folgende Autoantikörperbestimmungen werden routinemäßig im Labor der Rheumaklinik Aachen durchgeführt: 

SLE typische Autoantikörper
Sklerodermie typische Autoantikörper
Myositis typische Autoantikörper
Rheumatoide Arthritis typische Autoantikörper
Phospholipid- Autoantikörper
Weitere Autoantikörper
Hinweise zur Methodik
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

SLE typische Autoantikörper:  
ds-DNS (IFT) 
ds-DNS (Farr-Test)
Histone 
U1-RNP 
Sm 
SL 
Ribosomen 
PCNA 
SS-A (Ro) 
SS-B (La) 
KU
Cardiolipin
ß2Glykoprotein I

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Sklerodermie typische Autoantikörper:
Centromer 
Scl-70 
PM-Scl 
Ku 
Fibrillarin
RNA-Polymerase
 
 
 
 
 
 
 

Myositis typische Autoantikörper:
Jo-1
Pl-7 
Pl-12 
EJ 
OJ 
Mi-2
SRP
PM-Scl
KU
U1-RNP
 
 
 
 
 
 
 

Rheumatoide Arthritis typische Autoantikörper: 
IgM-Rheumafaktor (nephelometr.) 
IgM-Rheumafaktor (RAHA) 

Phospholipid- Autoantikörper:
Cardiolipin 
ß2-Glycoprotein 1
 

Weitere Autoantikörper:
NOR-90 
ANCA 
Proteinase 3 
Myeloperoxidase 
Mitochondrien 
LKM 
glatte Muskulatur 
quergestreifte Muskulatur 
Belegzellen 
Basalmembran (Haut) 
Desmosomen 
Thyreoglobulin 
mikrosomale Thyr Antigene 
TSH-Rezeptoren (TRAK) 
Nebenniere 
Retikulin
 

Hinweise zur Methodik
Ein ANA-Immunfluoreszenztest ist nicht nur im positiven Fall Wegweiser für die Folgediagnostik; ein eindeutig negatives ANA-Ergebnis schließt gleichzeitig auch bereits viele weitere Autoantikörper aus, da diese stets auch als ANA in Erscheinung treten. So lohnt bei fehlendem ANA zum Beispiel nicht die Suche nach U1-RNP- oder SS-B-Antikörpern. In ähnlicher Weise sind auch bei Einsatz von Immundiffusionstechnik oder Immunoblot, wenn Antigengemische wie Extrakte aus Thymus, Milz oder Kulturzellinien verwendet werden, häufig Interpretationen gleich für mehrere Autoantikörper-Spezifitäten möglich. Die Nachweisverfahren für Autoantikörper sind unterschiedlich sensitiv. Vor allem mit ELISA-Verfahren können geringere Konzentrationen von Antikörpern nachgewiesen werden als mit den klassischen Agar-Präzipitationstests. Zur Abgrenzung von Normalbefunden arbeiten die empfindlicheren Tests mit höheren Serumverdünnungen. Selbst unter diesen Bedingungen ist mit ELISAs auch die diagnostische Sensitivität häufig verbessert. Oft wird dies allerdings mit einem Verlust an diagnostischer Spezifität erkauft: Parameter, die aufgrund der klassischen Tests als nahezu 100 % spezifisch für eine bestimmte Erkrankung galten (z.B. Scl-70 für die systemische Sklerose), sind möglicherweise bei Anwendung sensitiverer Methoden häufiger auch bei anderen Erkrankungen nachzuweisen. Besonders bei vielen auf dem Markt befindlichen ELISAs zum dsDNS-Antikörper-Nachweis ist mit relativ vielen "falsch positiven" Resultaten zu rechnen. Dies illustriert die Methodenabhängigkeit von Sensitivität und Spezifität der Laborparameter. Die kommerziell erhältlichen Immunoblot-Systeme ergeben oft komplexe Bandenmuster, bei denen eine Auswertung alleine aufgrund des scheinbaren Molekulargewichts der erkannten Antigene zu Fehlschlüssen führen kann. Eine „Blot-Bande bei 50 kD" bedeutet nicht automatisch immer „Jo-1-Antikörper". Hilfreich ist der Vergleich der vom zu testenden Patientenserum erzeugten Blot-Bande mit einer parallel auf einem Nachbarstreifen der gleichen Immunoblot-Charge durch ein Referenzserum erzeugten Bande. Andererseits schließt mitunter auch ein negatives Immunoblot-Muster die Anwesenheit bestimmter Autoantikörper nicht aus, da die von einigen Autoantikörpern erkannten Antigene bei der Blot-Prozedur zerstört werden können; zum Beispiel sind bis zu einem Drittel der SS-A- (Ro-)positiven Seren "Nonblotter". 
 

Weitere Informationen über unsere Diagnostik und Einsende - Modalitäten erhalten Sie bei: 
 
Zentallabor der LVA Rheinpropinz
Rheumaklinik Aachen
Haupststr. 21
Tel.: (02 41)   60 96 40 60
Fax.:(02 41)   60 96 19 64
E-Mail: labor@rheumaklinik-aachen.de

 

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